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Niceboymusic
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Nackte Füße klappen im Takt der Bassgitarre auf den schmutzigen Perserteppich, ein smarter Junge im Anzug krümmt sich und zieht die Seiten seiner Gitarre lang, der Schlagzeuger mir dem englischen Scheitel bleibt tight und lächelt breit. Und vor der Band turnt mit vollem Köpereinsatz, Grimassen und ekstatischer Stimme der Sänger, hält beim Performen eine eigenartige Balance zwischen schlaksigem Understatement und kühnen Rockposen.

So stehen Nice Boy Music auf der Bühne. Die Zuhörer werden umgepustet, gehen instinktiv einen Schritt zurück: Sind die echt, diese vier Jungen? Doch zum Fragen bleibt keine Zeit. Denn schon sitzen alle – Musiker und Publikum - in einer Zeitmaschine, die rotiert und blinkt wie ein altmodisches Kirmesgerät und alle hineinwirbelt in die sechziger Jahre, irgendwo zwischen vierköpfige, englische Jungensbands und Mikrofon-zerlegende Beat-Titanen. Da stehen die Nice Boys dann, mitten in ihren musikalischen Wurzeln, spielen sich aber weit daraus hervor, ebnen mit bissigen Gitarren-Riffs und schmachtendem Gesang den Rückweg in die Jetzt-Zeit.
So dass wir dastehen und es wieder hören, sehen, fühlen können: Das Wilde und Warme der 60er, ohne dass wir dafür das verstaubte Nostalgie-Mäntelchen überstreifen müssen. (Und heimlich seufzend The Who oder The Kinks-Videos anschauen.)

"Diese Band spielt mit so viel Energie zusammen, dass man denkt: Da ist gar kein Mikrofon, kein Verstärker, die Musik geht direkt in meinen Körper", sagt Swen Meyer. Der Produzent nimmt sonst vor allem deutsche Bands wie z. B. Tomte, Kettcar und Olli Schulz auf. Als er die Hamburger Band zufällig in deren Proberaum sah, haben ihn die Nice Boys mit ihrer Mischung aus Energie, Spaß, Pose und Können derart umgehauen, dass Meyer beschloss, die Band zu produzieren. Mit dem Wunsch, deren immer swingende, niemals verkrampfte Live-Energie einzufangen. Das ist mit den vorliegenden Aufnahmen gelungen.

Für Freunde von Vergleichen sei noch angemerkt: Wer genau hinhört, kann neben den Sixties-Roots auch das Gute von Bands wie Blur oder Travis hören, wird vielleicht aus aktuellem Anlass an Franz Ferdinand oder diverse Bastard-Pop-Bands denken. Und auch an die clowneske Seite eines Adam Green wird man erinnert, wenn man den halb-großtuerischen, halb-schüchternen Posen von Sänger Jan Petschad zuguckt. Jedenfalls merkt man den vier Hamburgern an, dass sie alle schon seit ihrer Kindheit Musik machen. Dass sie sich mit den Jahren zusammengespielt und aus vielen Instrumenten eine Musik gemacht haben, von der man sagen kann: Sie sind für eine Weile, mehr als die Summe der einzelnen Teile. (Anne Otto) nach oben
Nice Boy Music - Band Info
Bare feet tap with the beat of the bass guitar on the dirty Persian rug, a smart guy in a suit bends and elongates the strings of his guitar. The drummer with the British part remains tight and smiles. And in front of the band the lead singer exercises with every part of his body, makes faces and pronounces his ecstatic voice. Somehow he is managing to keep a balance between lanky understatement and an audacious rock ‘n’ roll pose.

That’s how Nice Boy Music appears onstage. Instinctively, the audience steps back: Are those four boys real? But there is no time for questions as everyone –the musicians and the audience- are already sitting in a time machine, spinning everyone into the wild 60s, deposing the crowd somewhere in between four-strong British boy bands and microphone smashing Beat-titans.
That’s where they are standing, the Nice Boys, right in the middle of their musical roots. However, with their bitchy guitar-rifts and the longing vocals they pave their way back into the present.
And now we are standing here and we can see, hear and feel it: The savagery and warmth of the 60s, without leaving an entirely nostalgic aftertaste.

“This band is playing with so much energy that you think: There is no microphone, no amplifier, the music directly leads into my body” says Sven Meyer. Usually, the producer records German bands, such as Tomte, Kettcar and Olli Schulz. When he coincidentally heard Nice Boy Music for the first time, they were playing a gig in their rehearsal room, The Nice Boys were killing him with their fatal mix of energy, fun, pose and mastery to such an extent that Meyer decided to produce the band straight away, wishing to capture their constantly swinging, never inhibited live energy. The enclosed recordings prove that this succeeded.

For those who appreciate comparisons, besides the sixties influences, those who listen carefully, will also discover the best of bands like Blur or Travis, and will perhaps be reminded on recent achievers like Franz Ferdinand and other Bastard-Pop-Bands.
In any case, it is obvious that these four lads are making music together since their early childhood. All those years of experience have transformed into a single force and without any doubt it can be said that this music is far more than the sum of its parts.
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Band:
Jan Petschat - vocals, guitar, Christian Batt - bass, Marcus Schneider - guitar, Christian Hake - drums nach oben
Infos:
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